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Jeder stirbt für sich allein

Jeder stirbt für sich allein - Theaterprojekt der 12. Klasse

Theaterstücke über das Dritte Reich sind Standardprogramme jeder Bühne. Doch nicht oft erzählen diese Stücke, wie die kleinen Leute diese Zeit erlebt haben, wie sich aus einem inneren Widerstand ein äußerer entwickelte. Die 12. Klasse der Freien Waldorfschule Landsberg greift dieses Thema in ihrem Theaterprojekt „Jeder stirbt für sich allein“ nach Hans Fallada unter der Regie von Konstantin Moreth auf.  Das Stück erzählt parallel die Geschichten verschiedener Schicksale.

Die Geschichte beginnt im Jahr 1940 in Berlin. Als das Ehepaar Quangel vom Tode des einzigen Sohnes erfährt, beschließt es, Widerstand gegen das Hitlerregime zu leisten. Die Quangels schreiben Postkarten, die sich ohne Zweifel direkt gegen den Führer richten, und legen sie in ganz Berlin aus. So wollen sie ihren Teil zum Widerstand beitragen und hoffen, möglichst viele Deutsche zum Umdenken zu bewegen. Über zwei Jahre schaffen sie es, nahezu 300 Karten zuschreiben. Natürlich bleibt das nicht unbemerkt. Der erfolgreiche Kommissar Escherich wird auf die Widerständler angesetzt - und packt im entscheidenden Moment zu… Dann gibt es noch Enno Kluge, der mit seinem tollpatschigen Wesen und seinen nicht enden wollenden Frauengeschichten seine Frau, die Briefträgerin Eva Kluge, fast um den Verstand bringt und schließlich in die Fänge der Gestapo gerät. Eva Kluge zieht aufs Land, um dem System und ihrem bisherigen Leben zu entfliehen.

Theaterprojekt_Klasse12

Unterschiedlichste Charaktere, wie die regimetreue Familie Persicke, der stets auf das Eigenwohl bedachte Emil Barkhausen und andere erzählen auf vielfältige Weise vom Leben der Deutschen im Nationalsozialismus. Sie führen dem Zuschauer die Gewissensentscheidungen vor Augen, die in diesem System jeder zu treffen hatte. 

Alle Interessierten sind herzlich zu den Theaterabenden eingeladen von Mittwoch, 17. Februar bis einschließlich Samstag, 20. Februar 2016. Die Theateraufführungen beginnen jeweils um 20 Uhr im Saal der Freien Waldorfschule Landsberg.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.