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Handwerkerausflug nach Waal

Handwerker-Ausflug II - Färberei und Töpferei in Waal

Will man fleißige Handwerker sehn, muss man mit der 3. Klasse auf Handwerker-Reisen gehen...

Nachdem die 3. Klasse (2015/16) mit ihrer Klassenlehrerin, Barbara Pfeiffer bereits im Februar 2016 nach Irrsee gereist war, um dort in der 1903 gegründeten Familienbäckerei „Koneberg“ das Backhandwerk und bei dem Bildhauer und Künstler Peter R. Müller das Schmieden und Schweißen kennen  zu  lernen, [der Duden empfiehlt „kennenzulernen“], fuhren sie Anfang April nach Waal. Dort besuchten sie die von Doris Schmiedt und Olga Rauschmayer geführte Pflanzenfärberei „Färbehof“ und sowie die „Töpferei Waal“ von Jeanette Arndt.

Ausflug Klasse3 Waal 03

In der Färberei lernten die Schüler, welche getrockneten Pflanzen zum Färben von Wolle und Stoffen genutzt werden.Zunächst schnupperten sie an den diversen getrockneten Blättern, Wurzeln, Früchten und Hölzern, aus denen die verschiedenen Farbsude hergestellt werden. Nicht alle rochen appetitlich und die Schüler staunten nicht schlecht, als sie hörten, dass aus den getrockneten Cochenille-Läusen, die schmarotzend auf Kakteen leben, die Farbe Rot gewonnen wird. Während beim Färben von Wolle mit den Läusen meistens ein sattes Karminrot entsteht, werden Seidenstoffe eher pink. Die schlicht braun daherkommenden Krapp-Wurzeln färben Wolle und Stoffe in ein dunkles Rot, aus Walnuss-Schalen gewinnt man Braun. Reseda, Kamillenblüten und Birkenblätter helfen beim Gelbfärben. Wirklich eindrücklich aber war aber das Indigo-Pulver, das aus dem gleichnamigen Strauch in Indien gewonnen wird. Wie beim Färben üblich, kam zunächst der zu färbende Stoff in eine Alaun-Beize, bevor er in den Indigo-Farbsud getaucht wurde. Die wunderbare blaue Farbe entstand jedoch erst, nachdem als das Tuch aus dem Farbbottich herausgeholt wurde und mit der Luft in Berührung gekommen warkam. Gedankenstrich?

Ausflug Klasse3 Waal 01Nicht weniger spannend mit anzusehen war es, wie dann aus dem blau gefärbten Tuch, nachdem es in den gelben Farbtopf getaucht worden war, ein beeindruckendes grünes Tuch wurde.Nach dem Färben wurde noch das Spinnen mit Handspindel und Spinnrad erklärt. Manch einer konnte beim Ausprobieren feststellen, wie schwer es ist, mit dem Fuß das Rad anzutreten und gleichzeitig mit der Hand aus der Schafwolle einen gleichmäßigen Faden zu spinnen und diesen auf der Spindel aufrollen zu lassen.

 

 
In der Töpferei konnten die Schüler sehen, wie schnell aus einem auf einer sich drehenden Scheibe liegenden Klumpen Ton ein Milchkrug getöpfert wird. Auf Bitten der Schüler fertigte die Künstlerin ebenso schnell eine hohle Kugel und eine Müslischale. Im lauschigen Garten der Töpferei durften die Schüler schließlich selbst tätig werden. Mit emsigen Händen formten sie aus, von der Töpferin vorbereiteten, Tonkugeln kleine Vögel, Pinocchio-Köpfe, Hasen und Schweine bis hin zu Eierbechern und Schalen. Die beeindruckenden Kunstwerke wurden anschließend in dem über 1000 Grad heißen Brennofen gebrannt.

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Nach diesem erlebnisreichen Vormittag kamen die jungen Handwerker-Gesellen mit vielen „eingebrannten“ Eindrücken nach Hause.

(Vanessa Schormann für die dritte Klasse)