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Eurythmie als Bewegungskunst 

Eurythmie ist eine Bewegungskunst, die Kreativität, soziale Kompetenz und Handlungsfähigkeit schult. Sie richtet sich nach den Gesetzmäßigkeiten der Sprache und Musik und nimmt hierfür die ganze Gestalt des Menschen als Ausdrucksmittel. Der pädagogische Auftrag besteht darin, die eurythmische Kunst auf das körperliche, seelische und geistige Heranwachsen der Kinder abzustimmen. In den ersten zwölf Jahren werden die Grundelemente so geübt, dass die Kinder ihre Beweglichkeit fein differenzieren und gezielt von innen führen lernen.

Die Eurythmie erweitert ein differenziertes Hören und entwickelt die Fähigkeit, komplizierte, sich verändernde Zusammenhänge im sozialen Miteinander wahrzunehmen. Da die Kräfte des Denkens, Fühlens und Handelns in gleicher Weise angesprochen werden, ist der Eurythmieunterricht mehr als ein Ausgleich zu den kognitiven Fächern. In der 1. und 2. Klasse ist eine Unterrichtsstunde pro Woche vorgesehen und ab der 3. Klasse bis einschließlich 12. Klasse erhalten die Schüler zwei Stunden pro Woche. Den Unterricht erteilen diplomierte Eurythmielehrer. In der Regel begleitet ein Musiker am Klavier. Im 12. Jahr mündet der Unterricht in einen öffentlichen Abschluss, der in Gruppen- und Einzeldarstellungen auf der großen Bühne gezeigt wird.

 

 

 

Bewegungsunterricht in der Unterstufe

Über Bewegung zu schreiben … ist so eine Sache. Lieber würde ich Sie einladen, zum leiblichen Begreifen und inneren Erleben, zum Rennen, Rollen, Schleichen, Schwingen, Balancieren, Stützen, Hangeln, Werfen und Fangen.

 

In den Unterstufenklassen steht im Bewegungsunterricht das spielerische Tun im Vordergrund, um die Kinder mit ihren körperlichen Geschicklichkeiten vertraut zu machen. Das Spielturnen der ersten und zweiten Klasse baut dabei auf die innere Anteilnahme des Kindes: Eingebettet in Geschichten, Tier- und Märchenszenen verbindet sich die äußerliche Leibesbewegung über das Bildhafte mit der inneren Anteilnahme. Ich werde zur trippelnden Maus, die zitternd hofft, dass die Katze vorbeischleicht, ich galoppiere mit wehender Mähne über das Stoppelfeld und ruhe mich mit den anderen Schwalben im Nest von der weiten Flugreise aus dem Süden aus. Bewegungslieder und -spiele nehmen den Kreis in den Mittelpunkt.

Fang-, Sing- und Laufspiele auch mit kleinen Reaktionsaufgaben wecken die Freude am Bewegen. Mit verschiedenen Geräten wie Sandsäcken, Bällen und Seilen verfeinern die Schüler ihre Koordinationsfähigkeit.Über die rhythmische Bewegungsschulung sowie über Übungen zu Form und Raum ergreifen die Schüler ihr soziales Miteinander – zu dem sich im Übergang zum Sportunterricht der dritten und vierten Klasse immer mehr auch das sich Messen, Siegen und Verlieren, vielerlei emotionale Höhen und Tiefen gesellen. An den Turngeräten spielt das Kind noch frei und fantasievoll und entwickelt nebenbei Kraft und Ausdauer. Das Kind fühlt sich im freien Tummeln am wohlsten, das gegenseitige Helfen betont das "Wir!"; und doch taucht immer stärker der Impuls des „Ich!“ auf. Mut, Entschlusskraft und Standhaftigkeit sind gefragt in (Ball- und Fang-)Spielen und am Geräteparcours. In der vierten Klasse erleben sich die Schülerinnen als eigenständiges Wesen und „der Welt gegenüber“. Sie erlangen zunehmend Bewusstheit über die eigene Körperlichkeit. Die komplexen Abläufe der Sportspiele stellen neue Anforderungen, spezifische Bewegungstechniken müssen mit taktischem Handeln verknüpft werden.

Turnen Longe

Bewegungsunterricht soll Spaß machen, die Freude an der Bewegung wecken, vielfältige innere und äußere Erlebnisse ermöglichen. Herausforderungen annehmen, seine Stärken und Schwächen einschätzen können, Verantwortung in der Gruppe/Mannschaft übernehmen, Spielregeln akzeptieren und gestalten – Schlagworte, an denen abzulesen ist, dass Bewegungsunterricht auch dazu beiträgt, die Entfaltung der Persönlichkeit der jungen Menschen zu fördern.

 

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